Eigenartige Methoden

geschrieben am 08 Mai 2007 - von Bechti - in

…der Anwerbung bei Proventus.
Bei meinem letzten Besuch in der ARGE bekam ich von meinem SB einen Vermittlungsvorschlag ( uebrigens der erste seit ich Arbeitssuchende bin) fuer eine Firma X in Frankenberg. Zwar nur eine Teilzeitstelle, aber besser als gar nichts.
Natuerlich hab ich mich schnellstens dort beworben, und am 02.05. hatte ich eine Einladung zum Vorstellungsgespraech im Briefkasten.

So weit so gut, doch schon beim lesen des Briefes schrillten erst mal meine Alarmglocken. Das Vorstellungsgespraech sollte in den Raeumen des Geschaeftspartners der Firma X stattfinden, und das ist ausgerechnet die Deutsche Proventus AG, ein Unternehmen das mir nicht ganz unbekannt ist. Vorsorglich hab ich noch ein wenig im Internet zu Proventus recherchiert, was meine bisherigen Informationen zu diesem Unternehmen nur noch bestaetigte.

Am 03.05. bin ich dann also zu diesem Vorstellungstermin, zu welchem nur Frau XY, eine Mitarbeiterin der Proventus, anwesend war. Zwei Fragen zu meinem bisherigen beruflichen Werdegang, ein paar nichts sagende Saetze zu Firma X und die Bitte wegen eines weiteren Termins noch mal anzurufen und das Gespraech war erst mal beendet.. Es gab keinerlei konkrete Aussagen dazu, um was fuer eine Taetigkeit es sich handelt, welche Arbeitszeit sie umfasst, oder gar den Lohn.

Nach meinem Rueckruf gestern, wurde ich fuer heute nochmals eingeladen. Diesmal war auch der Chef der Firma X anwesend. Nach dem er sich mit Frau XY darueber geeinigt hatte erst mal allein mit mir zu sprechen und sie dann spaeter dazu zu holen, war ich mir 100%-ig sicher was Sache ist.

Erst mal eierte er etwas rum und meinte die angebotene Stelle sei wohl nichts fuer mich, da ja nur Teilzeit, und damit waere mir ja ueberhaupt nicht geholfen, da wuerde mir doch sicher eine Vollzeitstelle mehr nuetzen. Ausserdem haette ich ja keinen Fuehrerschein, und das warre auch nicht so gut, weil da waeren ja auch Besorgungen zu machen und so. Nur drei Saetze spaeter merkte Herr X allerdings an, dass ein Fuehrerschein nicht zwingend erforderlich waere, und erklaerte mir noch mal, wie ungeeignet die Stelle fuer mich waere, und zaehlte noch mal die bereits genannten Gruende auf.

So, so, die Stelle war also fuer mich ungeeignet, aber… und nun kam, was ich schon vermutet und auch erwartet hatte - und aus diesem Grunde war ich entsprechend vorbereitet.
Herr X meinte, das die eigentlich angebotene Stelle zwar nichts fuer mich waere, aber er wuerde ja noch mit einem anderen Unternehmen zusammenarbeiten, und das waere sicher eine interessante Alternative fuer mich.
Darauf hab ich gleich ganz direkt geantwortet, dass ich davon ausgehe, dass er mit dem anderen Unternehmen die Proventus AG meint, der Ruf diese Unternehmens auch schon bis zu mir gedrungen ist, und ich an einer Taetigkeit auf Provisionsbasis nicht interessiert sei.

Herr X versuchte natuerlich mit viel Gerede, aber ohne etwas aus zusagen, mich fuer Proventus zu koedern. Die negativen Erfahrungsberichte ehemaliger Mitarbeiter auf Provisionsbasis stellte er hin, als waeren das doch alles Erfindungen und Uebertreibungen. Auf meine Frage, wieso Proventus dann keine Rechtlichen Schritte dagegen einleitet, schliesslich ist das ja Ruf schaedigend, gab es wieder nur rumgeeiere.
Herr X gab nicht auf, und meinte ich soll es mir doch wenigstens mal anhoeren. Er koenne auch Frau XY dazu holen, sie koenne mir noch offene Fragen beantworten, und eine Teilnahme an einer Infoveranstaltung koenne mir ja auch nicht schaden.
Eines muss man ihm lassen, hartnaeckig war er, aber bei mir hat er da auf Granit gebissen. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass es Erfahrungen gibt auf die ich dankend verzichte, schliesslich greife ich auch nicht ins Feuer, nur weil 2 von 20 Leuten mir erzaehlen dies sei voellig ungefaehrlich, hat er dann aufgegeben mich weiter ueberzeugen zu wollen.

Mein Fazit: Wieder mal viel Zeit und Geld vergeudet. Dinge die ich haette wesentlich besser anlegen koennen, zum Beispiel in die Suche nach serioesen Arbeitsangeboten.

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