Heute am spaeten Nachmittag klingelte es bei mir sturm (was ich schon mal als sehr unhoeflich empfinde), und am anderen Ende der Gegensprechanlage sagte mir jemand er haette etwas fuer mich abzugeben. Da ich gerade ein Paeckchen erwarte, hab ich natuerlich die Haustuer aufgemacht.
Die Treppe rauf kam dann ein sehr unsymphatischer aelterer Mann, der mir kurz eine Visitenkarte vor die Nase hielt und den Namen der Bausparkasse mit dem Fuchs nannte. Auf die Frage was er denn abzugeben haette reagierte er garnicht und erzaehlte mir gleich was von staatlicher Foerderung, und schnell vor Jahresende noch Geld sichern.
Ganz hoeflich habe ich dem Herrn erklaert dass ich nicht interessiert bin, worauf er auf mich zukam, wohl in der Annahme ich wuerde ihn in die Wohnung bitten, und meinte ich solle es mir doch erst mal ansehen. Von der Alkoholfahne, die der Kerl vor sich her trug, haette ich glatt selber besoffen werden koennen.
Ich mich in der Tuer aufgebaut, und noch mal gesagt, dass ich nicht interessiert bin. Unbeeindruckt fuhr er in seiner Rede fort, und fragte ob ich denn Geld zu verschenken haette, denn schliesslich kaeme eine Ablehnung seines Angebotes diesem gleich. Ich ging einen Schritt zurueck, weil ich die Tuer schliessen wollte, da machte der doch glatt Anstalten mir zu folgen. Da hat es mir dann gereicht und ich hab ihn, ueberhaupt nicht mehr hoeflich, gefragt, ob er ein Problem mit der Deutschen Sprache haette, was ihn offensichtlich auch nicht sonderlich beeindruckte. Erst als ich ihm Anbot, ihm beim schnellen Verlassen des Hauses behilflich zu sein, ist er, wenn auch murrend, endlich abgezogen.
Ich finde es ganz schoen unverschaemt, was fuer aufdringliches Pack diverse Finanzdienstleister auf ihre potentiellen Kunden los lassen.
Bei Anrufen irgendwelcher Callcenter lege ich mittlerweile schon einfach auf. Bei Vertretern werde ich zukuenftig aehnlich verfahren, und denen einfach wortlos die Tuer vor der Nase zumachen.
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